Warum bei uns über 75 % der Gerichte vegetarisch sind und Kinder sie trotzdem gerne essen

08/09/2026

Wenn man Eltern fragt, was sie sich für das Mittagessen ihrer Kinder in der Kita wünschen, kommt fast immer dasselbe: Es soll gesund sein, es soll schmecken, und es soll das Kind satt machen. Was immer seltener kommt: die Forderung, dass unbedingt Fleisch auf dem Teller sein muss.

Bei Aubergine & Zucchini sind über 75 % unserer Mahlzeiten in der Kita-Verpflegung vegetarisch. Und das Besondere daran ist nicht nur die Zahl, sondern das, was danach passiert: Die Teller kommen leer zurück. Das ist keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis von drei Dingen, die für uns zusammengehören: Nachhaltigkeit, fundierte Ernährungsempfehlungen und die Frage, wie man Kinder wirklich für neues Essen begeistert, statt es ihnen nur vorzusetzen.

Nachhaltigkeit: Warum weniger Fleisch mehr Sinn macht

Fleischproduktion braucht Fläche, Wasser und Futtermittel, und zwar deutlich mehr davon als der Anbau von Gemüse, Hülsenfrüchten oder Getreide. Ein Kilogramm Rindfleisch verursacht in der Herstellung ein Vielfaches der Treibhausgase eines Kilogramms Linsen oder Kichererbsen. Wer also seltener Fleisch auf den Speiseplan setzt, reduziert damit ganz konkret den ökologischen Fußabdruck jeder einzelnen Mahlzeit.

Für uns ist das kein Widerspruch zu dem, was wir seit 1991 tun, sondern die logische Fortsetzung. Bio-zertifiziert seit 2003, mit kurzen Lieferwegen und regionalen Partnern, die wir kennen. Ein Speiseplan, der überwiegend pflanzlich ist, passt einfach zu dieser Haltung.

Was die DGE empfiehlt

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für die Gemeinschaftsverpflegung von Kindern eine überwiegend pflanzliche Kost mit einem reduzierten, aber nicht ausgeschlossenen Anteil an Fleisch und Fisch. Fleisch wird in den DGE-Qualitätsstandards für Kitakinder maximal zwei- bis dreimal pro Woche empfohlen, Fisch einmal. Das ist erheblich weniger, als in vielen Einrichtungen lange als selbstverständlich galt.

Wer diese Empfehlungen ernst nimmt, landet automatisch bei einem Speiseplan, der zu mehr als der Hälfte aus vegetarischen Gerichten besteht. Bei uns sind es über 75 %, und das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger Arbeit an einem Speiseplan, der Kinder wirklich gut versorgt und dabei noch richtig lecker ist.

Unsere hauseigene Ökotrophologin begleitet die Menüentwicklung mit dem Blick auf das, was Kinder und Jugendliche in ihrer jeweiligen Altersgruppe brauchen: vollwertige Proteinquellen, ausreichend Eisen durch die richtige Kombination von Zutaten, Kalzium für wachsende Knochen und eine Vielfalt an Gemüse, die nicht auf dem Teller hin und her geschoben, sondern gerne gegessen wird.

Dabei verzichten wir bewusst auf Zusatzstoffe. Fette und Zucker setzen wir sparsam ein, bevorzugt Rapsöl und Rohrzucker. Wenn Fleisch oder Fisch auf dem Speiseplan steht, achten wir auf höchste Qualität. Und alles andere wird mit demselben Anspruch zubereitet: frisch, schonend, mit eigenen, bewährten Rezepten.

Aber essen Kinder das wirklich gerne?

Genau das ist die Frage, die Kita-Leitungen und Eltern uns am häufigsten stellen. Und sie ist absolut berechtigt, denn Nährwerte allein füllen keinen Teller. Einen Linseneintopf, der nach nichts schmeckt, wird kein Kind essen, egal ob er vegetarisch ist oder nicht. Ein aromatisches Kürbisrisotto, ein buntes Gemüsecurry mit Basmatireis oder selbstgemachte Tomatensoße zu frischen Nudeln, das lieben Kinder. Weil es gut schmeckt, nicht weil es vegetarisch ist. Deshalb testen und überarbeiten wir unsere Rezepte regelmäßig, bevor sie fest auf den Speiseplan kommen.

Ein Kind, das zum ersten Mal Kichererbsen auf dem Teller sieht, reagiert trotzdem selten sofort begeistert. Das ist völlig normal und es ist ebenfalls keine Frage von vegetarisch oder nicht. Neues Essen braucht bei Kindern einfach mehrere Anläufe, oft fünf bis zehn, bevor einem Geschmack vertraut wird.

Deshalb setzen wir nicht nur auf gute Rezepte, sondern auch auf den richtigen Rahmen. Viermal im Jahr bringen wir Themen- und Spezialitätenwochen auf den Speiseplan, zum Beispiel eine Weltküchen-Woche mit Gerichten aus verschiedenen Ländern oder eine Woche rund um ein bestimmtes Gemüse der Saison. So wird aus einem unbekannten Lebensmittel keine Hürde, sondern ein kleines Abenteuer, das Kinder ohne Druck ausprobieren können, gemeinsam mit ihren Freunden am Tisch. Wir wissen aus langjähriger Erfahrung: Kinder sind keine Ideologen, aber sie sind ehrliche Kritiker. Wenn es schmeckt, essen sie auch gern Gemüse. Und genau darauf arbeiten wir jeden Tag hin.

Was das für Kita-Leitungen bedeutet

Vegetarisches Kitacatering stellt Einrichtungen vor praktische Fragen: Wie kommuniziert ihr das an Eltern? Wie geht ihr mit unterschiedlichen Ernährungsüberzeugungen in der Elternschaft um? Was macht ihr, wenn einzelne Eltern ausdrücklich Fleisch wünschen?

Unsere Erfahrung zeigt: Transparenz löst die meisten dieser Fragen, bevor sie überhaupt entstehen. Wenn Eltern verstehen, dass über 75 % vegetarisch nicht bedeutet, dass ihr Kind Nährstoffe vermisst oder hungrig bleibt, sondern dass jeder Speiseplan durchdacht und DGE-zertifiziert ist, verändert sich die Diskussion. Wir unterstützen euch dabei gern, mit klaren Informationen zum Speiseplan, mit Kommunikationsgrundlagen für Elterngespräche und mit dem Angebot, die Menülinien erstmal kennenzulernen, zum Beispiel bei einer Küchentour oder in einer Probewoche.

Was das für Eltern bedeutet

Wenn euer Kind vegetarisch ernährt wird oder eure Familie insgesamt wenig Fleisch isst, ist unser Ansatz ein echtes Angebot, das zu eurer Haltung passt. Wenn ihr euch hingegen fragt, ob euer Kind ohne viel Fleisch ausreichend versorgt wird und dabei auch noch satt und zufrieden nach Hause kommt, lautet die Antwort ja, vorausgesetzt der Caterer weiß, was er tut.

Bei uns ist das durch Zertifizierung belegt. Seit 2018 erfüllen wir die Qualitätsstandards der DGE für die Kita-Verpflegung, seit 2003 sind wir Bio-zertifiziert, und seit über 30 Jahren kochen wir täglich für Kinder, die wir nicht enttäuschen wollen, weder beim Nährwert noch beim Geschmack.

Nachhaltigkeit, Ernährung und Genuss gehören für uns zusammen

Über 75 % vegetarisch ist bei uns kein Etikett, sondern das Ergebnis von drei Überlegungen, die zusammenpassen: weniger Ressourcenverbrauch pro Mahlzeit, ein Speiseplan, der den entwicklungsbezogenen Empfehlungen der DGE entspricht und Gerichte, die Kinder mit Neugier statt mit Widerstand entdecken und am Ende tatsächlich gerne aufessen. Woher wir das wissen? Von rund 9.000 glücklich-satten Kindern und Jugendlichen im Rheinland, die wir täglich frisch beliefern.

Wenn ihr wissen möchtet, wie das bei euch in der Einrichtung aussehen könnte, meldet euch gern.

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